D. DER DICHTER LYRICS

m Reim daheim zu sein
so dass wie durch Leim
sich alles bindet und
verdichtet auch beschwichtigt

Ich hab' das seit je geseh'n
kann's nicht verdrehn'
kann's niemals auseinander seh'n

Es ist wie ein Fluch
das schöne Tuch
über allen Dingen
die sich willig lassen zwingen

Es ist nur das Wort
aller Dinge ewiger Hort
hier führe ich sie ein
ein heiliger Schrein

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Ich bin ein Dichter
ein ewiger Schlichter
unendlicher Trichter
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Im schönsten Wort
erkennt man sofort
dass es trügt
und meistens lügt

Die Realität
letztlich weiß ich das auch
ist ein Abgrund
ein tiefer Schmerz im Bauch

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Aber Ich bin doch Dichter
ein ewiger Schlichter
unendlicher Trichter
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Alle Leiden zu vermeiden
war mein Programm
wonach ich alles mir ersann

Schau ich nun auf mein Tun
scheint es fad und gestellt
angesichts dieser Welt

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Aber Ich bin Dichter
ein ewiger Schlichter
unendlicher Trichter
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Schönes und Leiden
Stocken und Treiben
Dunkles und Lichtes
weil beides im Licht ist

Schmerzen und Wonne
Regen und Sonne
Beides geeint
das Ganze erscheint

Ruhe und Sturm
Vogel und Wurm
Blume und Schlamm
ist das Programm

Fügung und Bruch
Gnade und Fluch
Zusammengenommen
den höchsten Berg erklommen

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So bin ich Dichter
ein ewiger Schlichter
unendlicher Trichter
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