STEFAN DISTELMANN DER ALTE UND DIE KNEIPE LYRICS

 
Schon jeden Früh um sieben
steigt der Alte aus seinem Bett
und er denkt an 'ne Menge Sachen,
die er gern oder wieder hätt'.
Und er denkt an seine Frau,
die ihm gestorben schon vor Jahr'n
und er denkt besonders daran,
wie stark sie zusammen war 'n.

Nun steht er am offnen Fenster
und guckt müde in den Hof,
und drüben an der Hauswand
steht noch immer: "Wilhelm ist doof."
Nun steht er am offnen Fenster
und guckt müde in den Hof,
und drüben an der Hauswand
steht noch immer: "Wilhelm ist doof."

Doch dann friert's ihm am offenen Fenster
und er macht sich den Ofen warm,
dabei murmelt er vor sich her:
"'s 'is kalt, dass Gott erbarm.
Mittags geht er in die Kneipe,
weil er Hunger hat und Durst
und er bestellt sich was er halt immer isst,
'n Bier und 'ne Brühe mit Wurst.

Denn früher hat seine Frau gekocht
und die konnt' das verdammt noch mal gut
und jetzt steht er allein in der Kneipe rum,
bei Brühe, Mantel und Hut.
Denn früher hat seine Frau gekocht
und die konnt' das verdammt noch mal gut
und jetzt steht er allein in der Kneipe rum,
bei Brühe, Mantel und Hut.

Und nachmittags brüllt sich in die Kneipe,
was Säufernachwuchs ist,
man schiebt den Alten beiseite:
Mensch hau' ab und mach keinen Mist!
Dann steht er auf der Straße
und er denkt: warum seid ihr nicht fair,
und er sagt sich schon zum hundertsten Mal:
hier gehst'e nie wieder her!

Doch am nächsten Tag, da kommt er wieder,
weil die Einsamkeit ihn dazu treibt,
und da er nichts anderes hat,
tut er das was ihm noch bleibt.
Und am nächsten Tag, da kommt er wieder,
weil die Einsamkeit ihn dazu treibt,
und da er nichts anderes hat,
tut er das was ihm noch bleibt.